Menschen wie Abraham setzen auf die Möglichkeit wachsenden geistigen Lebens. Dieses Selbstgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein ist jedem Menschen angemessen, doch nicht jeder macht es sich zu eigen. Vielmehr ist es allzu menschlich, einem Abraham anzugehören, ihm hörig zu sein, ihn zu überhöhen, statt selber ein gleichwertiger Abraham sein zu wollen. Es gibt eben auch Herdenmenschen, die geistig nicht mitkommen, obwohl sie mit einem Spürsinn für die Macht des Geistes sich einer Geistesgröße anschließen. Das geistige Gefälle zwischen Mensch und Mensch mag noch am beweglichsten sein, wo selbst ein Abraham Demut übt und einen übermenschlichen Geist bekniet, statt ihn rücksichtslos zu verkörpern.
(100/707)
QUELLE
Bibel, Buch Genesis, Kapitel 18
BILD
Dreifaltigkeits-Ikone mit Abraham und Sara
Montag, 29. April 2013
Abrahamitische Menschlichkeit (1. Mose 18)
Wagners Ring – Siegfried 2.3
Die Nibelungenbrüder Alberich und Mime sind gierig auf den Schatz, der Siegfried zugefallen ist, und ahnen nicht, was dieser darüber erfahren hat. Als er mit Ring und Tarnhelm auftaucht, sehen die Zwerge ihre Felle davonschwimmen. Mime vertraut noch auf seine List mit dem Gifttrunk, doch der vom Waldvöglein auch darin Eingeweihte durchschaut den Zwerg und schlägt ihn tot. Schließlich weiß der zwitschernde Helfer noch Rat gegen die Einsamkeit: auf einem Felsen gebe es eine Braut zu gewinnen, die dem vorbehalten sei, der das Fürchten nicht kenne. Siegfried bricht jauchzend zum Liebesabenteuer mit Brünnhilde auf, und dem Vorausfliegenden folgt er zielsicher.
(100/663)
QUELLE
Richard Wagner: Siegfried, Zweiter Aufzug, Dritte Szene
(100/663)
QUELLE
Richard Wagner: Siegfried, Zweiter Aufzug, Dritte Szene
Samstag, 27. April 2013
Lid
Das Lid ist kein Lied, obwohl es in älterer Zeit genauso geschrieben wurde. Während das Lied nach seiner Wortherkunft mit dem Loben, lateinisch: laudare, verwandt ist, besteht wahrscheinlich eine Verwandtschaft des Lids mit dem Hehlen im Sinne des Bedeckens. Daneben wird in der Sprachforschung auch die Leiter (nicht: der Leiter!) als die Anlehnende mit dem Lid in eine etymologische Verbindung gebracht. So dass letztlich entweder das (bedeckende) Schließen, mit der indogermanischen Wurzel "hleid", oder das (anlehnende) Neigen, mit der Wurzel "klei", Pate steht für das, was Lider, sprich: die Augenlider, leisten. Das englische "lid (Deckel)" hat ein breiteres Bedeutungsspektrum.
(100/685)
QUELLEN
Enzyklopädische Wörterbücher
(100/685)
QUELLEN
Enzyklopädische Wörterbücher
Wagners Ring – Siegfried 2.2
Vergebens malt Mime an Fafners Aufenthaltsort Siegfried die Fürchterlichkeit des noch schlafenden Riesenwurms aus. Der siegessichere Knabe jagt den ihm endgültig lästig gewordenen Zwerg davon und lauscht in der Morgendämmerung lieber dem Zwitschern der Vögel. Allzu gern würde er ihre Sprache verstehen. Er versucht sie nachzuahmen, zuletzt mit dem Horn. Doch davon wird nur das gefräßige Untier wach, das nach Siegfried schnappt. Der weicht dem Giftspeien und den Schlinggriffen geschickt aus und sticht seinem Gegner zuletzt das Schwert mitten ins Herz. Als er das spritzende Blut des Getöteten kostet, hört er ein Waldvöglein singen, welche Schätze ihm jetzt zugefallen sind.
(100/678)
QUELLE
(100/678)
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- Richard Wagner: Siegfried, Zweiter Aufzug, Zweite Szene
Mittwoch, 24. April 2013
Saint Vincent und die Grenadinen
Nördlich von Grenada sind wie an einer Schnur die kleineren Grenadinen aufgereiht, von denen ein Teil mit dem weiter nördlich gelegenen Saint Vincent zusammen einen karibischen Inselstaat bildet, der 1979 von Großbritannien unabhängig geworden ist. Die meisten der knapp 120.000 Bewohner, die Vincentianer, sind eine Mischbevölkerung aus ehemaligen Kariben, Schwarzafrikanern, Indern und Portugiesen. Die Hauptinsel Saint Vincent heißt so, weil sie von Kolumbus am Vinzenztag, dem 22. Januar des Jahres 1498 entdeckt wurde. Das innere Drittel der Insel nimmt tropischer Regenwald ein. Alle größeren Städte liegen am Meer, die Hauptstadt Kingstown mit knapp 17.000 Einwohnern an der Südküste.
(100/691)
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Für einen Wechsel von Heynckes zu Deutschland
Meisterlich am Champions League Kantersieg der Bayern gegen Barcelona ist vor allem gewesen, wie optimal Jupp Heynckes (68) seine Spieler auf die dominierende europäische Fußballmannschaft der letzten Jahre eingestellt hat. Er, und nur er, könnte 2014 der Vater eines Titelgewinns unserer Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien sein. Joachim Löw hat sich dafür spätestens 2012 disqualifiziert, als er die deutsche Elf bei der EM-Semifinalbegegnung gegen Italien ins Verderben schickte. Mehr als Vizemeisterschaften sind mit ihm nicht drin, der 2006 das Staffelholz vom ebenfalls so sympathischen wie unvollkommenen Spitzentrainer Jürgen Klinsmann übernahm. Allein dem großen alten Mann ist derzeit alles möglich.
(100/716)
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Dienstag, 23. April 2013
Wagners Ring – Siegfried 2.1
Vor Fafners Höhle wartet der durch Loges List entmachtete Alberich auf die Gelegenheit, seinen Ring wiederzubekommen, als zu seinem Entsetzen der Wanderer Wotan an denselben Ort gelangt. Aber der Gott, dem vertraglich die Hände gebunden sind, kann den Nibelungen beruhigen: einem freien Helden sei es vorbehalten, den Riesenwurm niederzuzwingen. Einen solchen Helden bringe Mime hierher. Nur die brüderliche Rivalität um den Ring habe Alberich zu fürchten, für den Wotan sogar den Riesen aufweckt, damit dieser Unwissende den ihn vor Siegfried warnenden Zwerg mit dem Ring entlohne. Doch Fafner fühlt sich in seiner Schreckensgestalt sicher und nicht auf fremde Hilfe angewiesen.
(100/678)
QUELLE
(100/678)
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- Richard Wagner: Siegfried, Zweiter Aufzug, Erste Szene
Götze wechselt vom BVB zum FC Bayern – und heiliger Zorn schlägt ihm entgegen
Der "schockierende" Mario-Götze-Transfer zeigt: Fans wollen mit ihrem naiven Lokalpatriotismus nicht wahrhaben, dass es im Profifußball ums Kasse machen geht. Die Vereine sollten sich nicht länger nach dem Ort benennen, wo zufällig ihre Hauptgeschäftsstelle liegt, sondern lieber nach dem Hauptsponsor. Den interessiert vor allem, dass ein möglichst erfolgreiches und somit werbewirksames Team von woher auch immer zusammengestellt wird. Dem geschäftstüchtigsten Verein gelingt es am Ende, die Weltelf auflaufen zu lassen. Dann braucht es auch keinen Ländervergleich und keine WM mehr. Es wird Zeit, die Nationalhymnen durch Markenhymnen zu ersetzen und zu den Spielterminen die Fankurven für die Unternehmenskundschaften zu reservieren.
(100/737)
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Ist die Schrift am wichtigsten?
Nur noch schriftlich miteinander zu verkehren, pflegt der Anfang vom Ende zu sein. Aber ist nicht unser ganzes Leben Anfang vom Ende? Sind Schriftzeichen daher nicht die trefflichsten Lebenszeichen? Schriftlichkeit ist Ausdruck von Hochkultur, weil für die Sprache durch die Schriftform die Stunde der Wahrheit schlägt. Alles dergestalt Gesagte kann den Sinn des Lebens auf den Punkt bringen, festschreiben, in heiligen Schriften verewigen. Seit man sich etwas schriftlich geben kann, lassen sich Wortbotschaften nicht nur enorm verbreiten, sondern auch viel sorgfältiger artikulieren, feinsinniger komponieren, durchdachter kommunizieren. Wenn es hoch kommt. Sonst nimmt leichtfertiges Gerede, schriftlich wie mündlich, weiterhin seinen Lauf.
(100/743)
ZITAT
Welchen Sinn hätte Schreiben in diesem zerschriebenen Zeitalter?
(Friedrich Nietzsche, Fragmente)
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LITERATUR
- Jacques Derrida: Die Schrift und die Differenz
Montag, 22. April 2013
Ist die Wissenschaft am wichtigsten?
Indem die Wissenschaften ständig und sogar beschleunigt voranschreiten, werden unsere Wissensgrenzen immer weiter hinausgeschoben. Aber die noch so weit hinausgeschobenen Grenzen lassen sich nicht unhinterfragbar machen. Deshalb kann nicht von bloßen und immer geringfügigeren Wissenslücken die Rede sein, auf die sich ein religiöser oder philosophischer Glaube zurückziehen müsse, so dass verächtlich von einem "Lückenbüßer-Gott" zu sprechen wäre. Vielmehr bleibt stets ein unüberschaubarer und womöglich sogar unendlich großer Bereich der Unwissenheit gerade auch von der Avantgarde der Naturforscher einzugestehen und zu respektieren. Dieser Respekt mag Menschen jedes Wissensstands ein heiliger sein, der ähnlich streng zu wahren ist wie die empirischen Disziplinen.
(100/770)
ZITAT
Wir wissen nicht, sondern wir raten.
(Karl Popper, Logik der Forschung)
(100/770)
ZITAT
Wir wissen nicht, sondern wir raten.
(Karl Popper, Logik der Forschung)
Sonntag, 21. April 2013
Ist die Technik am wichtigsten?
Technik ist das Zutun des Menschen, das auf eine mikro- und makrophysikalische Weltveränderung unabsehbaren Ausmaßes hinausläuft, vorausgesetzt, der Menschheit bleiben auch nur noch wenige Jahrtausende des Überlebens. Vom Stand der modernen Naturwissenschaften pflegt man derzeit geradezu eine Mickrigkeit des Menschengeschlechts abzuleiten, ohne dabei zu bedenken, wie gewaltig unsere Technik in wenigen hundert Jahren vorangeschritten ist. Das kann, muss aber nicht "böse" enden, wenn genügend Selbstheilungskräfte am Werk bleiben, und es muss nicht, kann aber der Himmel auf Erden im wahrsten Sinn dabei herauskommen. Mickrig ist allenfalls immer noch der Stand von Wissenschaft und Technik, gemessen an der Vieldimensionalität ihres Wesens.
(100/744)
ZITAT
[Technik muss noch] ihre Katastrophenseite wie ihre Abstraktheit [überwinden].
(Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Zweiter Band)
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LITERATUR
(100/744)
ZITAT
[Technik muss noch] ihre Katastrophenseite wie ihre Abstraktheit [überwinden].
(Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Zweiter Band)
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LITERATUR
- Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung (darin: Technik ohne Vergewaltigung & Die technischen Utopien)
- Martin Heidegger: Die Technik und die Kehre (darin: Die Frage nach der Technik)
Freitag, 19. April 2013
Energie
Energie erkennt man daran, dass sich dies und das bewegt: an fahrenden Autos, am fallenden Regen, an den eigenen Atemzügen. Autos können auch parken, Regen kann in einer Wolke festgehalten sein, und der Atem kann eine Weile stillstehen. Dann ist zumindest dem Anschein nach die Energie nur potentiell und keine Bewegungsenergie. Es genügt für das Energieempfinden aber vollauf, dass wir Unterschiede bemerken, zum Beispiel auch der Helligkeit, der Geräuschkulisse oder der Temperatur. Wärme ist überhaupt die einfachste Form, in der Energie auftritt. Nur weil sie in spezialisiertere Energieformen umgewandelt wird, kann es mehr geben als ein ödes, völlig einförmiges Gleichgewicht.
(100/682)
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gar
Gart etwas, dann wird es gar, oft sogar ganz und gar, also voll und ganz. Das Garen kann ein Kochen sein, aber auch ein Backen, Braten, Dämpfen, Dünsten, Grillen, Schmoren und manches mehr. Eigentlich heißt gar sein bereit sein, so dass die verschiedenen Gartechniken verschiedene Zubereitungen sind. Und was irgend bereitet ist, ist irgendwie vollkommen – ob sogar vollkommen wohlgeraten oder auch vollkommen missraten, sei dahingestellt. Von etwas Über- oder Untertriebenem kann statt "allzu" auch "gar zu" gesagt werden. Und wer "nichts" unbedingt steigern beziehungsweise noch vermindern will, sagt "gar nichts". Dann ist aber wirklich allem der Garaus gemacht, oder?
(100/671)
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LITERATUR
- Herkunftswörterbuch (Duden)
Nichts
Wir könnten nicht daran zweifeln, dass es etwas gibt, wenn es nichts gäbe; denn allein das Zweifeln ist schon etwas. War das immer so? Zweifeln zum Beispiel kann man nur unter bestimmten Lebensbedingungen. Leben kann etwas nur unter bestimmten natürlichen Bedingungen. Etwas Natürliches kann es nur geben, wo Naturgesetze gelten. Solche Regelmäßigkeiten aber können nur auftreten, wo mehr geschieht als nichts. Wo sozusagen ein abgründiger Seinszweifel einer grundlegenden Seinsentscheidung weicht. Dem Seinszweifel gleichen die zwei Heuhaufen, von denen Buridans Esel keinem den Vorzug zu geben vermag. Die Entscheidung fällt ohne ihn. Die Verunreinigung des reinen Nichts ist gar zu wahrscheinlich.
(100/700)
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LITERATUR
- Frank Close: Das Nichts verstehen. Die Suche nach dem Vakuum und die Entwicklung der Quantenphysik; Spektrum
Donnerstag, 18. April 2013
Wagners Ring – Siegfried 1.3
Mime merkt bald, wie vergeblich es ist, den Wälsungenspross Siegfried das Fürchten zu lehren. Er hat ihm auch das Schmieden nicht beibringen können, aber der Furchtlose macht sich ungeschult ans Werk. Er denkt nicht daran, das Schwert Notung auf Mimes Art zu nieten oder zu löten, sondern hobelt an den Teilen so lange, bis nur noch Späne übrig sind. Diese kocht er im Eschenholzkohlenofen und gewinnt seine Waffe aus einem Guss. Nun will er bei Fafner das Fürchten lernen. Mime sinnt inzwischen darauf, Siegfried nach gewonnenem Kampf mit einem Trank zu betäuben und sich so doch noch den Ring anzueignen.
(100/606)
QUELLE
Richard Wagner: Siegfried, Erster Aufzug, Dritte Szene
(100/606)
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Richard Wagner: Siegfried, Erster Aufzug, Dritte Szene
Antigua und Barbuda
Das Commonwealth-Mitglied Antigua und Barbuda, ein mittelamerikanischer Inselstaat im Norden der Kleinen Antillen, umfasst eine Fläche von 442 Quadratkilometern. Die größere der beiden Hauptinseln ist Antigua, auf der über 95 Prozent der insgesamt knapp 70.000 Einwohner leben und die Hauptstadt Saint John liegt. Barbuda ist ein weitgehend geschütztes Waldgebiet. Daneben gibt es etliche kleine und unbewohnte Eilande. Sklaven haltende Spanier verschleppten die indianische Bevölkerung zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf die Insel Hispaniola. Später siedelten sich Briten an, die afrikanische Sklaven herbeischafften. Mit ihrer zu mehr als 90 Prozent schwarzen Bevölkerung wurde 1981 aus der Kolonie eine unabhängige Republik.
(100/727)
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Commonwealth of Nations
Das Commonwealth of Nations ist ein lockerer globaler Staatenbund, dem 54 meist Ex-Kolonien Großbritanniens angehören. In Europa: Malta sowie das Vereinigte Königreich; in Amerika: Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Guyana, Jamaika, Kanada, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Trinidad und Tobago; in Afrika: Botswana, Gambia, Ghana, Kamerun, Kenia, Lesotho, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Nigeria, Ruanda, Sambia, Seychellen, Sierra Leone, Südafrika, Swasiland, Tansania sowie Uganda; in Asien: Bangladesch, Brunei, Indien, Malaysia, Malediven, Pakistan, Singapur, Sri Lanka sowie Zypern; in Ozeanien: Australien, Fidschi, Kiribati, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu sowie Vanuatu.
(100/788)
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Mittwoch, 17. April 2013
Ist die Liebe am wichtigsten?
Wahre Liebe und wahres Glück sind ein und dasselbe. Die Liebenden handeln aus Glückseligkeit, und die Geliebten erfahren sie unmittelbar. Wo wir nicht lieben können, müssen wir für unser Glück Opfer bringen, sollen wir den "kategorischen Imperativ" (Kant) befolgen. Die Moral ist der Notnagel im Vorfeld der Liebe. Das Gefühl, sich aufzuopfern, kennen die wirklich Liebenden nicht. Ihre Freuden können dem Außenstehenden wie Leiden vorkommen, so dass dieser noch mehr Grund sieht, die Liebe zu fliehen, die als messianische sogar wie ein fürchterlicher Opfertod erscheint. Liebe überwindet indessen jede Furcht. Von ihr kommt vielmehr alles Heil. Eben die ganze Glückseligkeit.
(100/677)
ZITAT
Die Liebe ist die Größte.
(Bibel, Erster Korintherbrief)
Dienstag, 16. April 2013
Wagners Ring – Siegfried 1.2
Mimes Plan war es, mit Siegfrieds Hilfe an den Ring aus dem Rheingold heranzukommen, den der in einen Riesenwurm verwandelte Fafner hütet. Dieses Vorhaben muss er begraben. Zum einen ist sein Zögling zu eigenwillig geworden, um noch auf ihn zu hören. Zum anderen belehrt ihn Wotan in Gestalt eines Wanderers über das entzweite Schwert Notung, dass es nur einer wiederherstellen könne, der keine Furcht kennt. Doch schon der gesprächige und zunächst lästige Wanderer hat ihm so viel Furcht eingeflößt, dass der Nibelung die Hoffnung fahren lassen kann, jemals mit dem Besitz des Rings an seinem Bruder Rache nehmen zu können.
(100/624)
QUELLE
(100/624)
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- Richard Wagner: Siegfried, Erster Aufzug, Zweite Szene
Montag, 15. April 2013
Wagners Ring – Siegfried 1.1
Siegfried wächst im Wald bei Alberichs Bruder Mime auf. Wie dieser ihm eines Tages auf sein Drängen erzählt, ist seine Mutter Sieglinde bei der Geburt in Mimes Hütte gestorben. Der Zwerg gibt außerdem zu, von ihr die Stücke jenes Schwertes zu treuen Händen erhalten zu haben, das Siegfrieds Vater einst, als er im Kampfe fiel, zerbrochen wurde. Der Knabe sollte es zu gegebener Zeit übernehmen. Diese Zeit ist gekommen. Mime kann ihn nicht mehr halten. Der ungeliebte und Siegfried so unähnliche Ziehvater soll ihm noch die Teile des Erbstücks zusammenschmieden. Dann will er sich damit in der weiten Welt durchschlagen.
(100/620)
QUELLE
(100/620)
QUELLE
- Richard Wagner, Siegfried, Erster Aufzug, Erste Szene
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